Alttechnik Schlaubetal
  Das Objekt der Begierde
 

Das Objekt der Begierde

 Es musste ein Ackerschlepper aus der Vorkriegszeit sein, also 30-iger Jahre , ein echter Oldtimer.
Nach langem Suchen fand ich dann in Ostvorpommern einen unrestaurierten F2 M 315 im unverbastelten Originalzustand.                    



Der große Vorteil, er hatte keinen Frostschaden!


An Hand der vorgefundenen Fahrgestell-und Motor-Nummer war es ein Schlepper aus dem  Jahr  1935.
Beginnend mit dem Baujahr 1934 veränderte Deutz das Konstruktionsprinzip der Schlepper von der Rahmenbauweise
auf die wesentlich leichtere Blockbauweise.
Der F2 M 315 war der erste Schlepper aus Köln in dieser neuen Bauart.
Die Humboldt-Deutz-Motoren AG hatte das große Ziel betriebssichere und verschleißfeste Ackerfahrzeuge herzustellen.
In Köln entschloss man sich deshalb, das sehr hoch beanspruchte Getriebe einschließlich der Achstrichter nicht
als gegossenes Gehäuse, sondern als geschweißte Stahlkonstruktion herzustellen.
Damit war der unter Schlepperfreunden bekannte Name „ Stahlschlepper „ geboren.

Ihn gab es als Straßenschlepper, Ackerschlepper und Universalschlepper für Ackerbetrieb oder Straßenbetrieb.
Wegen des hohen Preises wurden diese Traktoren ausschließlich auf großen Bauernhöfen bzw. Gütern eingesetzt.
Der kleine Bauernhof konnte sich zur damaligen Zeit solche Technik nicht leisten.


Der von mir erworbene Schlepper ist ein Ackerschlepper mit Ackerluftreifen (es gab ihn auch mit Eisenrädern).
Angetrieben wird mein Schlepper von einem wassergekühlten  2-Zylinder-Motor mit 25 PS Dauerleistung
und 28 PS Höchstleistung für max. 1 Stunde.

Der Verbrauch bei voller Belastung beträgt ca. 3,1 Ltr./Std, das heißt, der Bauer konnte mit einer Tankfüllung von 75 Litern 
2 Tage seinen Acker bestellen ohne nachzutanken.
Die Restaurierung meines Schleppers dauerte 3 Jahre und 8 Monate.
Mein Ziel war es, den Trecker wieder soweit es möglich ist, in den Originalzustand zu versetzen.

Die folgenden Bilder zeigen das Ergebnis meiner Arbeit.